Die Eingewöhnung der Katze

 

 

 

Nun hat man eine neue Katze, die Freude darüber ist sehr groß, doch gleichzeitig ist man auch unsicher. Wie soll ich mit meiner Katze umgehen? Was für ein Katzentyp ist meine Katze? Wie nähere ich mich ihr und wie baue ich Kontakt auf?

Diese Fragen stellte ich mir Anfangs, da ich unsicher war, beobachtete ich das Verhalten meiner Katze Ibby. Da es bestimmt jedem neuen Katzenbesitzer so geht, stelle ich hier  verschiedene Katzentypen vor.

 Wenn man mit der Katze zu Hause angekommen ist, stellt man den Katzenkorb in ein ruhiges Zimmer auf den Boden und öffnet die Tür. 

Nun beginnt die Eingewöhnung, wie gut und schnell die Katze sich eingewöhnt, liegt auch an ihrem Temperament und ob es eine junge oder  eine ausgewachsene Katze ist.

Damit die Katze schnell Vertrauen zu einem gewinnt, sollte man Geduld haben und warten bis die Katze den Kontakt zu einem aufnehmen möchte.Das kann je nach Charakter der Katze eine Weile dauern,doch man sollte es akzeptieren wenn die Katze Zeit braucht.

 Man sollte nicht zu schnell auf die Katze zu gehen, da man sie sonst verschrecken kann. Auch sollte man die Katze nicht hochnehmen, denn manche Katzen mögen das überhaupt nicht- schon gar nicht wenn sie ihren Mensch erst kennen lernt. 

 

Junge Katze: 

Wenn die Katze noch jung ist, wird sie bestimmt vor sich hinmiauen weil sie die Mutter und ihre Geschwister vermisst. Nun kann man sich in die Nähe des Kätzchen setzen und leise seinen Namen rufen und beruhigend mit ihm reden. Dadurch kann  man es an seine Stimme gewöhnen. 

Traut sich das Kätzchen nicht aus dem Korb, so kann man es mit Futterstückchen locken. Wenn es nicht darauf reagiert, kann man es auch erst mal alleine in dem Zimmer lassen, damit es in Ruhe alles erkunden kann. 

In dem Zimmer sollte ein Katzenklo bereitstehen, sowie ein Futter und Trinknapf vorhanden sein. Sobald das Kätzchen seine Angst überwunden hat, kommt es aus seinem Versteck und beginnt die Umgebung zu erkunden.

 

Bei einer älteren Katze wird sich die Eingewöhnung wahrscheinlich nicht anders abspielen. Da die Katze durch ihre alte Umgebung geprägt ist, muss man sich auf sie einstellen und behutsam mit ihr umgehen.

Mit ruhiger Stimme kann man die Katze mit ihrem Namen rufen. Wenn sie auf das Rufen hört und zu einem kommt, wird die Katze einen erst mal ausgiebig beschnuppern oder vorsichtig an einem riechen.

 Dann kann man ihr seine Hand hinstrecken und von ihr beschnuppern lassen. Man streichelt die Katze vorsichtig mit den Fingern; erst wenn die Katze das zu lässt, kann man sie mit der ganzen Hand streicheln. 

 

Verschiedene Katzen

 

Alle verschiedenen Katzen haben eines gemeinsam: sie brauchen Liebe und Zuwendung, Verständnis und Aufmerksamkeit. 

Auch kann man nicht immer seine Katze einem Katzentyp zuordnen, denn sie haben viele Eigenschaften. Durch Beobachtung , viel Einfühlungsvermögen und dem richtigen Verhalten kommt man seiner neuen Katze bald näher. Auch wenn es manchmal länger dauern sollte, bis die Katze Vertrauen zu einem gefasst hat, die Geduld lohnt sich auf jeden Fall! 

Denn die Katze, hat sie sich erst mal eingelebt, wird  es einem mit  Liebe und Anhänglichkeit belohnen, die sie auf ihre einmalige kätzische Weise zeigt.

 

 

Die ängstliche Katze: 

Die Katze hat bestimmt schon schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Mit ihr sollte man besonders Geduld haben. Am besten versucht man herauszufinden wovor die Katze Angst hat. 

Das können verschiedene Dinge wie zu schnelle Bewegungen, Geräusche oder fremde Menschen und zuviel Trubel sein. Man sollte der Katze eine Rückzugsmöglichkeit schaffen und ihr die Ruhe geben die sie braucht. 

Auch sollte man warten bis die Katze von sich aus auf einen zu kommt, denn sonst könnte sie noch scheuer werden.

 

Die schüchterne Katze:

 Man sollte der Katze Zeit zum Eingewöhnen lassen,  so das sie sich erst mal an das Zimmer gewöhnt und es in Ruhe erkunden kann. Auch sollte man sie erst mal nicht streicheln und auch ihr die Zeit lassen die sie braucht.

 Auch wenn sie sich verkriecht, wird sie früher oder später Hunger bekommen. Locken kann man dann die Katze mit besonderen Leckerbissen. Man kann probieren ob die Katze die Leckerbissen aus der Hand holt; wenn sie sich nicht traut, stellt man ihr eine Futterschüssel in das Zimmer und spätestens wenn die Katze alleine ist, wird sie etwas fressen.

 Holt sie den Leckerbissen jedoch aus der Hand, so ist der Bann zwischen der Katze und dem Mensch gebrochen. 

Es macht nichts, wenn die Katze die ersten Tage noch scheu ist, sie muss sich erst an die neue Umgebung und an ihre Menschen gewöhnen. 

Am besten probiert man immer wieder mal sie mit der Hand zu füttern. Schüchterne Katzen bleiben ihr Leben lang sehr anhänglich ihren Menschen gegenüber. Bei anderen jedoch wird sie immer etwas schüchtern bleiben.

 

Die schwierige Katze: 

Katzen die schwierig sind, sind meist Findelkatzen oder Katzen aus dem Tierheim. Oft sind sie freiheitsliebend und gewöhnen sich nur schwer an Menschen. Oft kratzen und beißen diese Katzen wenn man sie anfassen möchte.  

Da hilft nur viel, viel Liebe und Geduld. Man sollte nicht nach ihr greifen, ihr regelmäßig das Futter hinstellen und sich der Katze gegenüber gleichmäßig Verhalten. Die Katze wird lernen das von ihrem Menschen keine Gefahr ausgeht und wird sich an ihn gewöhnen. 

Sie wird einen allmählich kennen lernen und spüren das von einem keine Gefahr für sie besteht. Solche Katzen- hat man erst mal ihr Herz gewonnen, schenken einem viel Liebe und Zuneigung.

 

 

 

Die kecke Katze:

 Sie hat keinerlei Probleme sich einzugewöhnen. Forsch wird die Katze alles inspizieren. Sie erobert die Wohnung und das herz ihres Menschen und hat vor nichts Angst.

 

Ältere Katzen

Schwierig kann es werden, wenn  man eine  Katze zu sich nach Hause holt, die älter als 10 Jahre ist.  Oft gewöhnen sich Katzen  sehr schwer an ihre neuen Menschen, weil sie vielleicht auch noch ihren alten Besitzern nachtrauern, wenn man die Katze aus dem Tierheim geholt hat. 

Die Katze kann sich verkriechen und frisst wenig oder überhaupt nicht. Hier kann man mit homöopathischen Heilmitteln helfen die aufbauend wirken ,der Katze helfen. Am besten berät man sich mit seinem Tierarzt darüber.

 

Grundsätzlich gewöhnt sich eine Katze egal welchen Alters  an den Menschen. Wenn Katzen zu viel schlechtes erlebt haben, kann es lange dauern bis sich ein Verhältnis zwischen Mensch und Katze aufgebaut hat. 

Aber die Geduld die man für die Katze aufbringt lohnt sich. Gerade ältere Katzen sind dankbar für jede Zuwendung die sie bekommen können. 

Ich habe es selbst an meiner Ibby erlebt: sie war 10 Jahre als sie zu mir kam,es dauerte zwar bis das Eis zwischen uns gebrochen war und manchmal war ich sehr unsicher und fragte mich ob Ibby mir wirklich eines Tages vertrauen könnte. Ich wartete in dieser Zeit stets bis Ibby auf mich zu kam und nach einigen Monaten schmolz das Eis und sie fing an mir zu vertrauen. Sicherlich dauerte es auch so lange weil sie schlechte Erfahrungen mit ihren Vorbesitzern gemacht hatte.

Doch wenn man bereit ist zu warten belohnt einen die Katze mit ihrer ganzen Liebe!

 

Es spricht also nichts gegen eine ältere Katze oder eine Katze aus dem Tierheim. Gerade diese Tiere sind später so dankbar und vergessen nie was man für sie getan hat!